Wie schaffen wir es auch virtuell echte Kreativarbeit im Team effizient zu gestalten? Wie können wir die Potentiale eines Teams auch in der Onlinezusammenarbeit praktikabel nutzen? Das sind Fragen, die wir uns bei fifty1 in den letzten Wochen notgedrungen gestellt haben. Wir haben damit experimentiert und einige spannende Antworten gefunden.

Kreativarbeit in der Offline Welt

Ideen spinnen, Querdenken, Experimentieren und Erneuern gehören zu unserem Job. Kreativität geht am besten im interdisziplinären Team. Das war für uns bei fifty1 immer klar. Also haben wir nach allen Regeln der Kunst Brainstorming Sessions veranstaltet, mit Post-Its Wände tapeziert, mit Lego neue Welten erschaffen und gemeinsam im Wald Einsichten gesucht und gefunden.

Online ist anders

Szenenwechsel. Unser Büro ist geschlossen. Wir sitzen vor unseren Laptops und wollen einfach so weiter machen. Digitales Arbeiten pur. Hurra, ein neues Spielfeld für uns! Wir können neue Tools ausprobieren, digitale Whiteboards mit digitalen Post-Its vollkleistern, noch mehr Termine in einen Tag packen.

Spätestens nach dem dritten mehrstündigen Arbeitsmeeting zu viert oder fünft denken wir: Das ist ganz schön anstrengend. Und weit nicht so produktiv-kreativ wie im persönlichen Austausch.

Also suchen wir neue Wege, besinnen uns auf unsere Good Practices aus der Agilen Arbeitswelt und landen ganz intuitiv beim iterativen Vorgehen (Plan/Do/Check/Adapt)  … mit kleinen Arbeitsgruppen, kurzen Arbeitssessions und regelmäßigen Synchronisationspunkten.

Kreativarbeit ganz virtuell

Der Ablauf ist trivial.

Schritt 1. (PLAN) Ein 30min Initial-Call mit dem gesamten Kreativteam, in dem der Themen-Owner die Aufgabe vorstellt, Fragen geklärt und erste Ideen gesponnen werden. Es werden Mini-Teams (2 bis max. 3 Personen) gebildet, die dann an der ganzen Aufgabe oder an Teilaspekten parallel weiterarbeiten. Und es wird ein nächster SyncCall mit dem ganzen Team vereinbart.

Schritt 2. (DO) Arbeitssessions in Mini-Teams (30 bis max. 60min) – das kann gleich im Anschluss sein, oder auch im Laufe des aktuellen oder nächsten Tages erfolgen. Jedes Team gestaltet das individuell und entscheidet auch, wie oft es sich zu Arbeitssessions trifft. Ein gemeinsames Tool zur Dokumentation der Ergebnisse unterstützt den Arbeitsfluss.

Schritt 3. (CHECK) Im 30min SyncCall werden die Ergebnisse präsentiert und Feedback eingeholt. Dann wird gemeinsam entschieden, ob es eine weitere Iteration braucht. (ADAPT)

Unsere Erkenntnisse

Wir haben das bei fifty1 jetzt schon mehrfach ausprobiert und es funktioniert für uns einfach super. Dank kurzer Sessions bleiben wir geistig fit. Die parallelen Mini-Teams befruchten sich gegenseitig mit ihrer Kreativität. Es macht Spaß und ist effizient.

Ein paar Dinge gilt es dennoch zu beachten:

  • Die Zielsetzung muss für aller klar sein! Sonst braucht es eine erste Iteration zur Klärung.
  • Die Abstände zwischen den SyncCalls möglichst kurzhalten; mindestens einmal pro Woche.
  • Nur kein Perfektionismus! Besser in kleinen Schritten die Lösung entwickeln.
  • Ein gemeinsames Arbeitsdokument für das ganze Team schafft Vertrauen und Transparenz.
  • Bezüglich Tools gilt: einfach halten! Je 1 Tool für Kommunikation (MS Teams, Zoom), kollaboratives Arbeiten (Online Whiteboard, Google Docs, etc.) und gemeinsame Ablage in der Cloud reichen aus.
  • Die Mini-Teams von einem Projekt zum nächsten neu einteilen, damit die Sichtweisen offenbleiben.

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