„Was ist mein Beitrag zur Transformation des Unternehmens? Welche Verhaltensänderung braucht es bei mir selbst?“ fragen sich gute Führungskräfte in Transformationsprozessen.
Wenn sie die Antwort gefunden haben, geht es an den schwierigeren Teil – die konsequente Veränderung eines gewohnten Verhaltensmusters.

Feedback und Retrospektiven mit Kolleg:innen sind dabei die wichtigsten Helfer. Ehrlich und offen ausgesprochene Beobachtungen von anderen Personen sind wichtige Faktoren, um persönliche Veränderungen voranzutreiben und Wirksamkeit zu überprüfen.

  • Wie ist mein Kommunikationsverhalten gegenüber Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen?
  • Wie klar bin ich, wenn ich Aufgaben delegiere? Wird meine Kommunikation verstanden?
  • Wie gehe ich mit schwierigen Gesprächssituationen um?

Wie uns das Johari Fenster aufzeigt, haben wir alle einen blinden Fleck und brauchen Feedback von außen. Oder anders ausgedrückt, da es nicht möglich ist, sich selbst wahr zu nehmen und zu beobachten, braucht es die Beobachtung von Außenstehenden.
Eine Topführungskraft meinte zu mir „Egal wie oft ich zu offenem, persönlichem Feedback einlade, es kommt wenig. Ich habe das Gefühl unsere Firmenkultur unterstützt es nicht, obwohl wir mit inhaltlichen Reviews seit langer Zeit sehr gute Erfahrungen haben.

Das kann sein und in diesem Fall war es auch so. Da hilft nur konsequentes daran arbeiten, dann ändert es sich mit der Zeit und so lange muss man auf sein persönliches Feedback warten, oder?
Bisher war es so. Jedoch hat sich das im beruflichen Kontext in den letzten 1,5 Jahren grundlegend verändert. Nun gibt es viele Gelegenheiten für die Ultima Retro.
Wir können uns selbst in Führungssituationen beobachten, indem wir digitale Meetings aufzeichnen, um dann zu analysieren und das eigene Verhalten zu beobachten.
Technisch ist es einfach – man nutzt die Aufzeichnungsfunktion des Videoconferencing Tools oder bei Win 10 den X Box Game Bar bzw. am Mac Quicktime mit einem Audiotreiber (zB. Black Hole).

Aber es gibt noch eine Hürde. Es fühlt sich sehr eigenartig an, sich selbst in einem Video zu betrachten: Man sieht ganz anders aus, die Stimme klingt von außen fremd und anders, als wie wir sie im Inneren unseres Körpers hören. Viele Menschen betrachten sich deswegen nicht gerne selbst im Video. Wenn sie es dennoch tun, denken sie nur darüber nach wie komisch man wirkt.

Das Gefühl ist Scham, einer der größten Blocker, die wir Menschen in unserem Gefühlsspektrum haben. Um Scham zu überwinden, müssen wir genau das tun und uns daran gewöhnen, uns selbst kennenlernen und so akzeptieren wie wir im Video wirken. Vergleichen wir uns nicht mit den Menschen, die wir üblicherweise am Bildschirm sehen – mit Schauspieler:innen oder Fernsehkommentator:innen. Das sind Profis, die machen nichts anderes und werden von großen Teams perfekt in Szene gesetzt. Akzeptieren wir uns so wie wir im Video wirken, dann können wir uns selbst mit hoher Aufmerksamkeit beobachten, als ob wir eine fremde Person wären.

Also raus aus der Comfort Zone hinein in die Crunch Zone. Das anfängliche Unwohlgefühl verschwindet rasch, nach wenigen Wiederholungen ist es kein Thema mehr und man kann sich neutral mit eigenen Augen beobachten.

Unterstützen kann dabei unsere Checkliste, die hilft sich auf Beobachtungen zu konzentrieren. Gerne schicken wir dir diese via Mail zu!

    Die digitale Welt bietet viele neue Möglichkeiten – entdecken und nutzen wir sie. Die Ultima Retro ist das Werkzeug, dass unsere Verhaltensveränderungen unterstützt. Viel Spaß beim Ausprobieren! 


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