Transformation vorantreiben ist mehr als zulassen

In unserer täglichen Arbeit sehen wir immer wieder, wie schwer sich erfolgreiche Unternehmen mit der Transformation tun. Die Notwendigkeit wird häufig erkannt, das ist nicht das Problem. Viele Vorstände wollen ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen. Sie sprechen auch über die Transformation und ihre Notwendigkeit. Das hört sich dann so an: „Wir vereinen operative Exzellenz und neues Denken.“ oder so: „Analog ist überholt.“ Oder: „Nur die allerwenigsten Dinge werden so bleiben, wie sie sind.“

In den unteren Rängen hingegen ist häufig zu hören, was alles nicht geht. Veränderungsresistente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit der Aufgabe überforderte Führungskräfte, starre Strukturen und Prozesse sind ein stabiles Bollwerk gegen grundlegende Veränderungen. Das Problem ist hausgemacht, denn: bis vor kurzem, und diese Zeit ist längst nicht überall vorbei, wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Unmündigkeit gehalten. Unternehmen wurden größer, in den ausdifferenzierten Hierarchien war Disziplinierung angesagt. Versüßt mit Status und Sicherheit. Mitdenken war mehr oder weniger unerwünscht. Ein extremes Beispiel: in der Fertigung bei Bosch war vor nicht allzu vielen Jahren noch zu hören: „Ich schaff´ bei Bosch und halt´mei´ Gosch´“. Natürlich hat sich das schon verändert. Aber oft nicht weit genug.

 

Auf die Selbstverantwortung setzen

Überall gibt es selbstverantwortliche, engagierte Leute. Sie brauchen eine klare Ansage, wohin die Reise geht. Ganz klar und von ganz oben. Und von ganz oben muss auch signalisiert werden, dass sich etwas ändern darf. Ein Vorstand, der proklamiert, dass sich etwas ändern muss und den Fokus nicht auf Entrümpeln und Hinterfragen von Standards legt, kann schließlich von niemandem ganz ernst genommen werden. Die Realität sieht in den meisten Unternehmen allerdings anders aus: der Handlungsbedarf ist groß und die Freiräume sind klein.

 

Freiräume schaffen

Schaffen Sie vor allem Freiräume und fördern Sie Vertrauen. Bei sich selbst und im Unternehmen. Ansagen allein reichen nicht. Viel wichtiger ist, dass den Worten Taten folgen. Die Freiräume müssen spürbar werden. Lassen Sie sich von den unzähligen guten Beispielen wie etwa Pilotprojekten, Entrümpelungstagen, Wild-Thinking-Days oder Working-Out-Loud-Gruppen inspirieren. Oder noch besser: entwickeln Sie die optimale Form für das Schaffen von Freiräumen selbst. Sie wissen am besten, welche Maßnahme zu Ihrem Unternehmen und Ihren Leuten passt. Begreifen Sie diese Maßnahmen als Prozess, denn ein gemeinsames Verständnis von Veränderung, Flexibilisierung entsteht nur, wenn man gut überlegte Botschaften immer und immer wieder trommelt. Einmal ist kein Mal, das kann nicht oft genug wiederholt werden. Wenn Sie wollen, dass die Belegschaft mitgeht, dass sie sich traut, Dinge anders zu machen, dann ist viel Mut gefragt, und das muss auch geschätzt und gefördert werden. 

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