So gelingt die Transformation zur agilen Organisation

Menschen entscheiden sich für ein Unternehmen und verlassen es wegen ihrer Führungskraft. Dieser viel zitierte Satz wird in Umfragen regelmäßig und eindrucksvoll bestätigt. So ergibt etwa eine deutsche Umfrage aus dem Jahr 2016, dass sich 97% aller Führungskräfte für gute Chefs halten. Allerdings fühlen sich nur 15% aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter emotional stark ans Unternehmen gebunden. Was ist da los?

Emotionale Bindung entsteht im unmittelbaren Umfeld, den weitaus wichtigsten Anteil daran hat die direkte Führungskraft. Seit 2001 weist der Gallup Engagement Index nach, dass die starke emotionale Bindung unter deutschen Beschäftigten seit 16 Jahren konstant niedrig ist. Das wirkt sich dramatisch aus: wer sich nicht stark bindet, hat entweder innerlich bereits gekündigt oder versieht Dienst nach Vorschrift. Die Kosten dafür sind enorm, allein für Deutschland werden sie mit 105 Millionen Euro pro Jahr angegeben. Emotional schwach oder gar nicht gebundenen Mitarbeitenden mangelt es an Eigeninitiative, die Leistung und Qualität leidet, sie übernehmen weniger Verantwortung, fehlen häufiger. Gründe genug, um gegenzusteuern. Und wie?

85% brauchen eine andere Qualität der Führung

Glaubt man der Umfrage, dann haben sehr viele Führungskräfte einen blinden Fleck, wenn es um die Qualität ihrer Führung geht. Unternehmen müssen also zuallererst dafür sorgen, dass mehr Bewusstsein entsteht. Wichtig dabei: formulieren Sie Ihre Erwartungen an die Führung ganz klar. Und sorgen Sie dafür, dass die Guidelines auch ernst genommen werden, egal, ob sie Führungsleitbild oder Leadership-Framework oder Führungsprinzipien heißen. Geben Sie jenen, die gern und gut führen oder das zumindest lernen und sich weiter entwickeln wollen, jegliche Unterstützung. In vielen Unternehmen werden alternative Karriereoptionen entwickelt, damit der berufliche Erfolg auch ohne Führungsverantwortung möglich ist. Ganz wichtig: das Thema Führung braucht konstant hohe Aufmerksamkeit und Konsequenz.

Emotionale Bindung entsteht durch die 3 V – Vision, Verantwortung, Vertrauen

Die 3 V – Vision, Verantwortung und Vertrauen – sind die wichtigsten Voraussetzungen für emotionale Bindung. Und entscheidende Faktoren auf dem Weg des Wandels zu einer immer agileren Organisation. Richtig dosiert schaffen sie ein Arbeitsumfeld, das die emotionale Bindung fördert. Richtig dosiert heißt, dass die Führungskraft erkennen muss, wieviel ihr Team bzw. das einzelne Teammitglied von jedem der 3 V’s braucht. Es ist also situatives Handeln angesagt. Für einen Auzubi im 1. Lehrjahr werden die 3 V’s wahrscheinlich anders aufbereitet sein als für jemanden, der die Bereichsleitung übernimmt. Im Multi-Level-Projektmanagement braucht es anderes als auf der Ebene der Sachbearbeitung oder für einen Meister in der Produktion. Und trotzdem: alle brauchen die 3 V – Vision, Verantwortung und Vertrauen.

Agil braucht neue Wegbegleiter

Sich erfolgreich in eine agile Organisation zu wandeln, braucht auch neue Wegbegleiter mit einem neuen Verständnis von Führung in Organisationen. Kontrollieren, messen, fordern, Fairness und ähnliches machte Unternehmen in den letzten 100 Jahren erfolgreich. Der Erfolg der Zukunft wird mit anderen Maßstäben gemessen. Der Dreh- und Angelpunkt der agilen Organisation ist nicht mehr die Hierarchie, also das Entscheiden von oben herab. Ein erfolgreicher agiler Wandel braucht Vertrauen und Motivation statt Skepsis und Verunsicherung, damit alle Seite an Seite gemeinsam nach vorne arbeiten. Und es braucht eine neue Art der Begleitung und Facilitation in die erfolgreiche Zukunft.

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